Haarmann



Graphic Novel

Text und Szenario: Peer Meter, Storyboard und Zeichnungen: Isabel Kreitz
Hardcover, 17 x 24 cm, 192 Seiten, € 19,90,
ISBN 978-3-551-79107-8,
Carlsen Verlag

Erhältlich im Buchhandel oder hier




Die französischen Ausgaben erschienen 2011 und 2012 bei Casterman, Paris.




Die spanische Ausgabe erschien im 2011
bei Editiones La Cupula, Barcelona.
Die italienische Ausgabe erschien 2012 bei Black Velvet Editrice.


Haarmann wurde 2011 auf dem Internationalen Comicfestival München mit dem Münchner Comicpreis in der Kategorie Bester deutscher Comic ausgezeichnet.

Auf der Frankfurter Buchmesse 2011 wurde Haarmann mit dem
Sondermann-Preis ausgezeichnet.

Auf dem 15. Internationalen Comic Salon Erlangen war Haarmann nominiert für den
Max und Moritz-Preis in der Kategorie Bester deutschsprachiger Comic.




Horchen Se  ma, wie det knackt, wie Putz
hinter de Tapete runterjeschoddert kommt.
Allens  is hier  morsch!  Allens faulet Holz!
Allen  unterminiert,   von  Unjeziefer,   von
Ratten und Mäuse zerfressen!                  

Gerhart Hauptmann
Die Ratten


Die Ereignisse um den Psychopathen Fritz Haarmann sind in ihren Dimensionen so einzigartig, dass sie als beispiellos in die europäische Kriminalgeschichte eingegangen sind.


(c) Isabel Kreitz/Carlsen Verlag

Haarmann, der ein Leben führte zwischen Zuchthaus, Freiheit und Irrenanstalt, wurde von der hannoverschen Polizei nicht nur als Spitzel beschäftigt, sondern auch mit einem Polizeiausweis ausgestattet, der ihm ungehinderten Zutritt zu den Wartesälen des Hauptbahnhofs ermöglichte. Nacht für Nacht durchstreifte er jene Wartesäle auf der Suche nach jungen, allein reisenden Männern.


(c) Isabel Kreitz/Carlsen Verlag

Aufgrund des Polizeiausweises konnte er seinen Opfern vorspiegeln, Polizeiagent zu sein. Er führte sie in seine Wohnung, vergewaltigte sie und biss ihnen im Sexualrausch die Kehle durch. 24 Morde konnten ihm in einem Aufsehen erregenden Prozess nachgewiesen werden; die wirkliche Zahl seiner Opfer allerdings blieb im Dunkeln.


(c) Isabel Kreitz/Carlsen Verlag

Obgleich es über Jahre immer wieder Anzeigen gegen Fritz Haarmann gegeben hatte, griff die Polizei nicht ein, wurde dem Wahnsinn kein Ende bereitet. Ungehindert konnte Haarmann seinen mörderischen Trieb ausleben. Dass er mehrfach in einer Irrenanstalt eingesessen hatte, wo er von den Ärzten als gemeingefährlicher Geisteskranker eingestuft worden war, wurde in der hannoverschen Polizeibehörde lange Zeit nicht ernst genommen. Selbst als der Polizei bei Haarmann gefundene Fleischstücke überbracht wurden, mit dem Hinweis, dass es sich um Menschenfleisch handeln könnte, wurde man nicht aktiv, sondern ließ das Fleisch ohne nähere Untersuchung beseitigen.

  (c) Isabel Kreitz/Carlsen Verlag

Wie Planeten um eine Sonne, so kreisten und schmarotzten um Fritz Haarmann eine ganze Reihe Personen, die von seinem mörderischen Treiben nichts gewusst haben wollten aber jahrelang ihre Vorteile daraus zu ziehen verstanden. So betrieben sie einen schwunghaften Handel mit der Kleidung der Ermordeten und mit Fleisch, dessen Herkunft nie geklärt werden konnte.



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Einen umfangreichen Einblick in die Rezeption von Haarmann in Deutschland und Frankreich gibt es hier und auf meiner Homepage unter Pressespiegel





Ein Filmbeitrag über unsere Graphic-Novel Haarmann ist hier zu sehen.



  Hanna Möllers von Radio Bremen hat anlässlich der Verleihung des Sondermann-Preises für Haarmann ein kleines Filmporträt über mich gemacht. Der Film kann hier angeschaut werden.